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Echtzeitmessung
  Dieser Begriff findet beim Messen mit Bildverarbeitungstechnologie Verwendung. Hiermit wird versucht zu beschreiben, wie leistungsfähig ein Bildverarbeitungssystem auf Einstell- und Messgeräten hinsichtlich der gelieferten Bildanzahl pro Sekunde ist. Die Anzahl der auf dem Einstell- und Messgerät verarbeitbarbaren Bilder ist letztendlich dafür verantwortlich, wie schnell und vor allen Dingen auch wie genau Werkzeuge gemessen oder eingestellt werden können. Ist ein billiges/altes Bildverarbeitungssystem beispielsweise nur in der Lage, zehn bis zwanzig Bilder pro Sekunde von einer Werkzeugschneide darzustellen, so ist das Einstellen der Schneide fast unmöglich. Bei herkömmlicher Anwendung und somit Verstellgeschwindigkeit läuft das am Monitor dargestellte Bild nach, ruckelt hinterher. Die Werkzeugschneide befindet sich oft schon lange über dem eigentlichen Sollmaß, bis dies dem Bediener am Monitor angezeigt wird. Ein aufwändiges Zurückstellen und die mehrfache Wiederholung in Zeitlupe ist meist die Folge. ZOLLER Einstell- und Messgeräte arbeiten mit einer Bildverarbeitungstechnologie, die im Hause ZOLLER selbst entwickelt wird und speziell für das Einstellen und Messen von Werkzeugen ausgelegt wurde. Dieses System liefert 35 Bilder pro Sekunde, das Bewegen der Werkzeugschneide im Bild wird auf dem Monitor absolut ruckelfrei und zeitnah (Echtzeit) dargestellt. Auch das Messen in Rotation zur Aufnahme der Maximalkontur beim Rotieren des Werkzeugs (ZOLLER »C.R.I.S.«) ist ultrapräzise, da sichergestellt ist, dass während des Drehens keinerlei Bildpunkte (Pixel) und Maximas verloren gehen. Diese Echtzeitmessung kann nur gewährleistet werden, wenn die Bildverarbeitungsalgorithmen und die Hardware des Bildverarbeitungssystems dazu in der Lage sind. Allein der Begriff „Sony-Kamera“ reicht da bei Weitem nicht aus.
 
  | Quelle: Christian Pfau | Stand: 06.02.2007 |  
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