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Wendeplatte
  Besonders für Dreh-, als auch für Fräswerkzeug, ist der Aufbau der Werkzeugschneide als Wendeplatte seit Jahren Stand der Technik. Das Marktsegment "Wendeplatte" ist immens und die Hersteller bringen regelmäßig neue Innovationen in Bezug auf die verwendeten Werkstoffe, Geometrien oder Beschichtungen auf den Markt. Mittlerweile werden auch Bohr- und Fräs-Werkzeuge mit wechselbaren Schneideinsätzen (Wendeplatten) ausgestattet und ersetzen somit immer mehr jene, welche komplett aus HSS gefertigt wurden und ab einem bestimmten Verschleiß nachgeschärft werden konnten. Die herkömmliche Hartmetallwendeplatte ist ein Wechselteil, welches nach Gebrauch nicht nachgearbeitet wird und lediglich der Werkstoff selbst kann recycelt werden. Anders verhält es sich mit PKD-Wendeplatten, welche nachgeschliffen oder in begrenzter Häufigkeit erodiert werden können. Die Wendeplatte als Schneidelement wird mit ZOLLLER-Einstell- und Messgeräten in gleicher Form gemessen wie alle anderen Schneidenarten an Zerspanungswerkzeugen. Besonders wichtig ist bei Wendeplatten, insbesondere für die Drehbearbeitung, das Messen und die Kontrolle des Scheidenradius. Mit ZOLLER-Einstell- und Messgeräten werden grundsätzlich mit dem Einfahren einer Werkzeugschneide in das Kamerablickfeld fünf Parameter automatisch bestimmt. Dies umfasst das Längs- und Quermaß, sowie den Schneidenradius und die beiden Schneidenwinkel an der Werkzeugschneide selbst. Diese Geometrieelemente bedürfen bei ZOLLER keiner zusätzlichen Operation, werden gemessen und nicht nur verglichen und somit erhält man mit ZOLLER-Prüf- und Messtechnik ohne zusätzlichen Aufwand wichtige Informationen über diese Geometrieelemente. Darüber hinaus sind ZOLLER-Einstell- und Messgeräte in der Lage, den Verschleiß, Auskolkungen, Ausbrüche und somit den Zustand an Wendeplatten über eine Schneideninspektion zu prüfen. Somit ist gewährleistet, dass nur einwandfreie Wendeplatten zum Einsatz kommen. Über die bei ZOLLER verfügbaren (ab »saturn 1«) Druck- und Speicherfunktionen können Schneidenbilder archiviert und somit der Verschleiß an Wendeplatten oder deren Zustand dokumentiert werden.
 
  | Quelle: C. Pfau | Stand: 14.07.2004 |  
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